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Shri Rudram – Hymne an den zornvollen Shiva

Das Shri Rudram erscheint in verschiedenen Teilen der Veden, der Inhalt variiert leicht. Es besteht aus zwei Teilen, den Namakam und dem Chamakam. Diese  Übersetzung der Hymnen entstammt dem Krishna Yajurveda der Taittiriya Samhita.

Das Namakam preist den Herrn als den Alleinen – Er ist in allem, und Er ist außerhalb von allem. Er durchdringt alles, und Er ist von allem durchdrungen.

Der Name des Herrn hier ist Rudra, der zornvolle Aspekt Shivas.
Zornvolle Gottheiten werden gebeten: Tu uns dies und das nicht an.
Friedvolle Gottheiten werden gebeten: Tu dies und das für uns.

Gott lässt nicht nur Gut und Böse zu – Er ist das Gute, und Er ist das Böse, und jenseits davon.

Er ist der ‘Geber der Früchte des Tätigseins’.

Wir säen unser Karma und ernten die Früchte – sowohl süße als auch bittere. Die Vergeltung als solche ist neutral und gerecht.

Die Dürre, der Hagel, der die Ernte vernichtet, Krankheiten sind die Manifestationen des zornvollen Aspektes Gottes. Mit Anrufungen wird Er gebeten, nicht in diesem zornvollen Aspekt zu erscheinen – Seine ‘Waffe Hagel’ nicht gegen uns zu richten.

Für den spirituell Ausgerichteten spiegelt die Hymne den Kampf zwischen Gut und Böse in unserem Inneren wider. Der zornvolle Aspekt Gottes wird gebeten, unsere Feinde, unsere schlechten Anlagen, zu transformieren. Der friedvolle Aspekt Gottes wird gebeten, unsere Freunde, unsere guten Anlagen, zu kultivieren.

Ziel der spirituellen Entwicklung ist es, kein Karma anzusammeln – ‘tätig sein, ohne nach den Früchten der Handlung zu streben‘.

Das Chamakam ist eine Opferhymne.

Shri Rudram Namakam           Shri Rudram Camakam

Das Shri Rudram zum Anhören