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Shiva

In der Götter-Trilogie   Brahma – Vishnu – Shiva   hat Shiva die auflösende Funktion – das ‚Stirb‘, damit Neues werden kann.

Für den Shiva Anhänger ist Shiva der eine Gott.

Shiva ist der Kosmische Tänzer, jedes Atom tanzt Seinen Tanz. In Cidambaram tanzt Er diesen Tanz der Freude und des Lebens.

Den Tanz der Auflösung tanzt Er in Varanasi auf den Verbrennungsplätzen. Varanasi ist die Stadt, die Shiva nie verlässt. In Varanasi zu sterben ist der Wunsch eines jeden Shiva Anhängers, denn nur dort geht er nach dem Tod direkt in Shiva ein.

Shiva wird in Nordindien als Mahayogi – der Große Yogi – verehrt. Der Yogi in Askese wie es zum kühlen Norden Indiens passt. Die Götterstatuen des Nordens sind aus weißem Marmor.

In Südindien wird Er als Tänzer verehrt, Tanz ist Lebensfreude, passend zu der Hitze des Südens. Die Götterstatuen des Südens sind aus schwarzem Stein.

Überall in Indien wird Er als Linga verehrt. Der Phallus als Symbol der Schöpferkraft. Der weibliche Schoß, die Yoni, als Symbol der Fruchtbarkeit.

Shiva ist ein Dravidischer Gott. Die nach Südindien einwandernden Draviden brachten Ihn mit. Im Zusammenwachsen der Dravidischen und Arischen Kultur wurde aus dem Vedisch-Arischen Rudra Shiva. War Rudra eine zornvolle Erscheinung Gottes so ist Shiva ein gütiger, segensreicher Gott.

Shiva erschien einst als Feuerseule, Jyotir Linga, was Licht Linga bedeutet. Diese Erscheinung kann man mit dem Urblitz gleichsetzen. Indien begnügt sich hier nicht mit nur einem.

Die Orte der zwölf Licht Lingas:

Somanatha, Saurashtra, Gujarat
Mallikarjuna, Srisailam, Andra Pradesh
Mahakala, Ujjain, Madhya Pradesh
Omkara,  Shivapuri, Karnataka
Kedara, Kedarnath, Uttarakhand
Bhimashankara,Pune, Maharashtra
Vishvanatha, Varanasi, Uttar Pradesh
Tryambaka, Nashik, Maharashtra
Vaidyanatha, Deogarh, Bihar
Nagesha, Almora, Uttarakhand
Rameshvara, Rameshvaram, Tamil Nadu
Ghushnesha, Kota, Rajasthan

Niemand beschreibt Shiva einfühlsamer als Wolf-Dieter Storl in seinem Buch ‚Shiva – der wilde, gütige Gott‘.