Skip to content

Kubera

Kubera ist der Schatzmeister der Götter. Er kontrollierte alle Reichtümer im Universum. Er lebt im Himalaya und ist der Nachbar von Shiva und Parvati.

Kubera wollte der Welt seinen Wohlstand zeigen. Er organisierte rauschende Feste und obwohl alle Götter gern kamen war Er doch noch nicht zufrieden. Shiva und Parvati hatten Ihn nämlich noch nie besucht. Wenn der Gott und die Göttin zu Ihm kämen, dann würden die Menschen Ihn preisen und achten.

Mit diesen Gedanken ging er zum Kailash, Shivas Wohnort. Als Er eintrat wunderte Er Sich über die einfache Ausstattung. Konnte der Große Gott Seiner Familie kein besseres Heim bieten? Sein Wohnzimmer war größer als die ganze Wohnung Shivas.

Shiva und Parvati saßen gemütlich beisammen, als Kubera eintrat. Er verneigte sich und Shiva fragte freundlich: ‚Was führt Dich zu Uns, Kubera?‘

Kubera teilte voll Stolz mit: ‚Ich gebe ein Fest geben.‘

Parvati unterbrach Ihn: ‚Ein Fest? Was ist der Anlass, Kubera?‘

Kubera war sprachlos. Er konnte nicht sagen warum Er ein Fest gibt. Einfach so eben, um Seine Wohlstand zu zeigen, Freude zu haben.

Kubera antwortete: ‚Göttin, ich möchte feiern, das Leben feiern. Das Leben ist schön, deshalb gebe ich ein Fest.‘

Shiva schaute Parvati an. Beide wussten, dass Kubera das Fest nur gab, um Seinen Reichtum zur Schau zu stellen. Sie schüttelte den Kopf und sprach: ‚Ich würde gern kommen, aber wir sind so beschäftigt.‘

Kubera bat: ‚Ich weiß, dass Ihr beschäftigt seid. Ich veranstalte dieses Fest, damit Ihr Euch entspannen könnt … bitte …‘

Parvati erwiderte: ‚Gut, Kubera. Eben kommt Mein Sohn, Ganesha nach Hause, Er ist hungrig, Ich muss für Ihn kochen.

Kubera lachte: ‚So kommt doch mit Ganesha, Ihr könnt gemeinsam zu Abend essen bei mir.‘

Parvati lächelte, Kubera merkte nicht, dass er in eine Falle trat.

Shiva meinte: ‚Ganesha mag Feste und Er isst gern. Nimm Ihn mit. Wir haben wirklich keine Zeit.‘

Kubera nickte. Wenn ich Gott und Göttin nicht bekommen kann … Ganesha ist großartig.

Da kam Ganesha herein: ‚Mutter, Ich bin zurück, habe einen Riesenhunger. Wann gibt es Abendessen? Wie war Euer …‘

Ganesha sah, dass Seine Eltern mit Kubera sprachen. Er schaute zu Seiner Mutter, Sie schaute, mit einem Augenzwinkern, zu Ihm. Er hatte verstanden und grüßte Kubera: ‚Willkommen Kubera. Was für eine Überraschung. Was machst Du hier?

Kubera erklärte, dass er ein Fest gebe.

Ganesha klatschte in die Hände: ‚Ein Fest? Ich liebe Feste. Was ist der Anlass?‘

Shiva und Parvati konnten Sich nicht anschauen, Sie hätte laut losgelacht.

Kubera antwortete: ‚Ich gebe ein Fest, um das Leben zu feiern, weil es so schön ist.

Ganesha schaute Kubera an und hatte verstanden: ‚Meine Eltern sind sehr beschäftigt, aber Ich komme gern mit.‘

Kubera und Ganesha verabschiedeten Sich von Shiva und Parvati und machten sich auf den Weg zu Kuberas Palast. Als Sie ankamen erklärte Kubera: ‚Siehst Du diesen Springbrunnen im Park … er ist aus Edelsteinen gefertigt.‘

‚Kubera, Ich bin hungrig. Glaubst Du Ich kann all das genießen mit einem leeren Magen?‘ sprach Ganesha mit Seinen Händen auf den Palast zeigend.

Kubera schüttelte nervös den Kopf und rief Seine Diener: ‚Schnell tragt das Essen auf. Ganesha wird mit uns essen.‘ Kubera überlegte, wieviel kann dieser kleine Elefant wohl essen? Kubera sollte es erfahren …

Ganesha nahm Platz und begann zu speisen. Es ist Brauch, den Gast so lange zu bewirten, bis er sagt, dass er nichts mehr möchte.

Ganesha aß alles was da war, gedacht für hunderte von Göttern. Er wollte nach jeder leeren Platte mehr. Kubera ließ weitere Platten bringen, eh Er es sich versah waren sie leer. Irgendwann brachten sie das letzte verfügbare Essen, in der Hoffnung Ganesha sei nun satt.

Aber Ganesha hatte noch Hunger: ‚Essen!‘ rief Er ärgerlich. Die Diener flüsterten Kubera zu, dass die Küche leer sei. Sie servierten Ihm das noch verfügbare ungekochte Essen. Alles wanderte in Ganeshas Magen.

Kubera hieß Seine Diener: ‚Geht in die umliegenden Orte und kauft Essen, schnell.‘

Diener und Soldaten rückten aus. Sie brachten was sie ergattern konnten und legten es Ganesha vor. Dieser sprach jedoch: ‚Ist das alles was ihr habt? Das war doch nur eine Vorspeise. Ich möchte essen.‘ Kubera wusste Sich nicht mehr zu helfen, er gab zu: ‚Alles was da war ist aufgegessen. Meine Diener werden Dir weiteres Essen bringen.‘

‚Aus?‘ rief Ganesha ‚Aus? Wie sollte das bisschen für Mich genug gewesen sein? Du kochst so wenig und lädst Gott, Göttin und Mein ein?‘ Ganesha wurde mit jeder Sekunde zorniger: ‚Du hast meinen Eltern versprochen, dass Ich etwas zu essen bekomme!‘

Kubera rannte davon, rannte und rannte zu den einzigen Personen, die Ihn vor Ganesha schützen konnten. Er rannte zum Kailash und fiel Shiva und Parvati atemlos zu Füßen: ‚Bitte rettet mich … bitte …‘

Shiva fragte: ‚Was ist los?‘

Kubera kamen fast die Tränen: ‚Bitte macht Euch keinen Spaß mit mir! Ich war stolz, dachte ich kann mir alles leisten, weil ich alles Geld der Welt besitze. Bitte … ich habe Meine Lektion gelernt. Ich werde Mir nie mehr etwas auf Meinen Reichtum einbilden. Bitte schützt mich vor Ganesha.‘

Shiva brachte etwas Reis aus der Küche und gab es Kubera: ‚Gib das Ganesha, wenn Du Deinen Stolz überwunden hast.‘

Kubera monierte: ‚Ich gab Ihm für hunderte von Göttern zu essen. Er ist immer noch hungrig. Das wird Ihn nicht satt machen.‘

Shiva lächelte: ‚Du gabst für Ganesha ein Fest, um Deinen Reichtum vorzuführen, so kannst Du Ihn nie zufriedenstellen. Wenn Du Ganesha etwas mit reinem Herzen und klarem Verstand gibst, dann wird er zufrieden sein, egal was und wieviel es ist.

Kubera hatte die Weisheit verstanden. Als Er gehen wollte kam Ganesha herein. Als Er den demütigen Kubera sah lachte Er Ihn liebevoll an.

Kubera bot Ihm zögernd den Reis an: ‚Ich hoffe, das erfreut Dich.‘

Ganesha verzehrte den Reis, klopfte auf Seinen Magen und sprach: ‚Ja, Ich bin satt. Danke!‘

Kubera ging als weiser Mann nach Hause. Ganesha hatte das Festessen genossen und war bis oben hin voll.

 

 

Ich bedanke mich bei S. A. Krishnan für die Überlassung ihrer englischen Version.