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Die Rishis

Sieben Rishis, den Saptarishis, wurden die Veden geoffenbart – Bharadvaja, Vishvamitra, Kashyapa, Jamadagni, Gautama, Atri, Vashishta.

Sie sind am Himmel als die Konstallation ‚Der Große Bär‘ zu sehen.

 

Die Saptarishis

Die Saptarishis

 

Bharadvaja
Bharadvaja war ein ausgesetztes Kind, das von Marut gefunden und aufgzogen wurde. Er hätte König werden können, doch sein Drang nach Vedischem Wissen war größer. Er meditierete auf Indra und vertiefte sich in Askese. Eines Tages erschien ihm Indra und fragte: ‚Was würdest du tun, wenn du ewig leben könntest‘? Bharadvaja sprach: ‚Ich würde weiter in Askese verweilen und die Veden studieren‘. Indra erklärte ihm, dass dies sein drittes Leben sei und er bereits in seinen beiden vergangenen Leben zwei Veden studiert habe. Indra ließ drei Berge entstehen, nahm eine Handvoll Erde und sprach: ‚Nur so viel des Berges hast du gelernt, doch denke nicht, das sei wenig, du hast mehr Wissen dir erarbeitet als manch anderer‘. Indra riet ihm, auf Shiva zu meditieren und ein Feueropfer darzubringen.
An den Ufern der Ganga führte Bharadvaja das Feueropfer aus, da erblickte er eine schöne Frau.  Er fing seinen Samen in einem Topf auf und in diesem Topf entstand sein Sohn Drona. Drona wurde der Lehrer der Pandavas und Kauravas im Mahbharata.
Im Ramayana ist Bharadvaja der Weise, der Rama, Lakshmana und Sita in seinem Ashram aufnimmt.
Bharadvaja wurde das sechste Mandala des Rig Veda geoffenbart.

Gautama
Gautama war der Sohn von Rahugan und mit Ahalya verheiratet. Ahalya ist die Verkörperung der vollkommenen Frau. Die beiden hatten drei Söhne, Vama, Nodha und Shatanand.
Shatanand hatte einen Sohn mit Namen Satyadhriti, dessen Sohn war Sharadvan. Sharadvan traf eines Tages die Nymphe Urvashi und zeugte mir ihr zwei Kinder, die sie Kripa und Kripi nannten. Kripi heiratete Drona. Er und Kripa wurden der Lehrer der Pandvas und Kauravas im Mahabharata.

Jamadagni
Jamadagni war mit Renuka verheiratet. Sie hatten fünf Söhne Rumanvan, Sushen, Vasu, Vishvavasu und Parashuram.
Renuka sollte Wasser für ihren Mann holen, doch wurde sie durch die Anwesenheit eines himmlischen Musikanten abgelenkt und kam zu spät nach Hause. Jamadagni wusste aufgrund seiner mystischen Kräfte was geschehen war und geriet in Zorn. Er rief seinen ältesten Sohn und verlangte von ihm, dass er die Mutter töten solle. Der Junge lehnte ab. Jamadagni holte seine weiteren Söhne, doch keiner war bereit die Mutter zu töten. Nun war nur noch der jüngste Sohn, Parashurama, übrig. Er war wie immer gehorsam und tötete die Mutter und seine Brüder wegen ihres Ungehorsams.
Zufrieden mit seinem Sohn gewährte Jamadagni ihm zwei Wünsche. Der Junge bat darum, dass Mutter und Brüder wieder lebendig würden. Jamadagni gewährte seinem Sohn diese Wünsche.

Kashyapa
Kashyapa ist der Sohn von Marichi. Marichi war einer der zehn geistgeborenen Söhne Brahmas. Kashyapa war mit dreizehn Frauen verheiratet. Sie gebaren alle Wesen, die den Himmel und die Erde bevölkern.

Vishvamitra
Vishvamitra wurde in die Mond Dynastie geboren. Er war der Sohn von König Gadhi, der eine Inkarnation Indras, des Königs der Götter, war. Vishvamitra war mit drei Frauen verheiratet, und hatte mit ihnen drei Kinder. Zwei Söhne, Raivya von Hemavati, Ashtak von Madhavi und eine Tocher, Shakuntala, von Menaka. Daneben hatte er noch hundert weitere Söhne. Ihm wurde das dritte Mandala des Rig Veda geoffenbart und er gilt als der Ursprung des Gayatri Mantras.

Vasishtha
Vasishtha war einer der zehn geistgeborenen Söhne Brahmas. Er war verheiratet mit Arundhati. Er ist der Stern Mizar in Ursa Major, Arundhati ist der kleine Stern neben ihm. Er war der Hauptpriester der Sonnendynastie. (Die Bedeutung von Arundhati finden Sie unter ‚Indien > Die Hochzeit‘)

Atri
Atri ist einer der zehn geistgeborenen Söhne Brahmas. Er war mit Anasuya verheiratet.  Ihm wurde das fünfte Mandala des Rig Veda geoffenbart.
Im Zusammenhang mit der Silbe Om (korrekt geschrieben AUM) steht Atri wie folgt: A gilt als die Schöpfung, Brahma, das ist Rishi Gautama; U gilt als die Erhaltung, Vishnu, das ist Rishi Atri; M gilt als die Auflösung, Shiva, das ist Rishi Bharadvaja.
Atri und Anasuya unterzogen sich der Askese um einen Sohn zu erbitten. Brahma, Vishnu und Shiva waren darüber sehr erfreut und erschiedenen alle drei dem Paar, um es nach seinem Wunsch zu befragen. ‚Ich möchte einen Sohn, der Euch gleich ist‘ sprach Atri. Die Drei gewährten den Wunsch und entschwanden. Kurz darauf gebar Anasuya Dattatreya, die Inkarnation der Trinität Brahma, Vishnu, Shiva.