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Das Feueropfer

Das Vedische Feueropfer ist ein komplexer Vorgang, der ein langes Studium der Vedischen Schriften durch den ausführenden Priester voraussetzt.

Das Feueropfer wird auch Yajna (IAST yajña), Havan oder Homa genannt.

Eine Yajna erschafft ein Mandala und jedes Mandala ruft eine bestimmte Kosmische Energie an. Man ruft den Makrokosmos in das geschaffene mikrokosmische Mandala.

Der Aufbau der Yajna
Es wird ein ‚lebloses‘ Mandala – eine Form, erschaffen.
Dieses Mandala wird mit der angerufenen kosmischen Energie gefüllt.
Die sich ‚niedergelassene‘ kosmische Energie wird verehrt.
Der Höhepunkt der Yajna tritt ein, wenn die Energien den Ort der Yajna beleben.
Die Yajna ist eine Darbringung an den Kosmos, an die Elemente, an die Kräfte die uns nähren. Ein Aufladen der kosmischen Energien, ein Stärken und Weihen.
Dazu werden Mantren gesprochen, heilige Silben in Sanskrit, die durch ihre Vibration die Verbindung zum Kosmos herstellen. In Zusammenhang mit Feuer wird diese Kraft vervielfacht.
Yajnas werden meist mit einer Absicht verbunden, der Wunsch nach einem Kind, oder um eine Prüfung zu bestehen. Doch werden auch Yajnas ohne Absicht ausgeführt um die kosmischen Energien zu ehren. Eine Yajna ist ein kraftvolles Instrument und darf nur von erfahrenen Priestern in höchster Achtsamkeit ausgeführt werden. Eine falsch ausgeführte Yajna kann genau das Gegenteil bewirken.

Hier ein visueller Eindruck

Yajna für die Planeten
Bei schlechten Horoskopstellungen wird der betroffene Planet durch eine Yajna zu befrieden versucht, um die negativen Auswirkungen zu begrenzen. Die Yajna kann nicht die aufgelaufenen Probleme aus der Welt schaffen, sie kann nur ab dem Moment der Yajna weitern Schaden abzuwenden helfen. Eine Manipulation der Planetenkräfte ist ausgeschlossen.

Yajna zur Vorbeugung
Diese Yajna wird ausgeführt, wenn man eine Ahnung hat, es könne in der Zukunft etwas ungünstig verlaufen. Auch hier gilt, die Yajna kann die Auswirkungen minimieren oder dem Betroffenen die Kraft geben mit der Situation besser fertig zu werden, doch kann auch das auf Erfüllung wartende Karma nicht verhindern.

Yajna zur Heilung
Diese Yajna wird ausgeführt, wenn es sich um bereits bestehende Probleme handelt. Es gilt dasselbe wie bei der Yajna zur Vorbeugung, das Karma kann nicht ausgehebelt werden.

Yajna um einen Wunsch erfüllt zu bekommen
Mit dieser Yajna wird klar ein Wunsch geäußert, doch muss der Wunsch angemessen sein. Als einfacher Bürger mir zu wünschen Kanzler zu werden ist unangemessen, für ein hohes Regierungsmitglied ist dieser Wunsch dagegen angemessen. Auch diese Yajna kann nur das zur Verfügung stehende Karma nutzen.

Die Yajnas unterscheiden sich in ihrer Durchführung in Bezug auf die rezitierten Mantren, den Aufbau des Mandalas, der Opfergaben und der Anzahl teilnehmender Priester.